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Frankenhardt informiert

Tag der offenen Tür im neuen Flüchtlingswohnheim in Gründelhardt

Am Samstag, 11. November, fand in dem vom Landkreis neu errichteten Flüchtlingswohnheim im Niederbachweg in Gründelhardt ein Tag der offenen Tür statt. Bürgermeister Jörg Schmidt begrüßte die Besucher, die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises, Marina Köhler, sowie die Vertreter des Freundes- und Helferkreis Integration Frankenhardt, die auf Schautafeln ihre ehrenamtliche Arbeit präsentierten.
 
Der Bürgermeister berichtete, dass aktuell 45 Flüchtlinge im Rahmen der Anschlussunterbringung in gemeindeeigenen Gebäuden, von der Gemeinde angemieteten Wohnungen und in privaten Wohnungen untergebracht wurden. Bei der Wohnungssuche hätten die Mitglieder des Freundes- und Helferkreis Integration geholfen. Bürgermeister Schmidt dankte den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Freundes- und Helferkreises für das ehrenamtliche Engagement. Ohne diese Unterstützung hätte es bestimmt mehr Probleme gegeben und hätte die Integration der Flüchtlinge in Frankenhardt nicht so gut gelingen können.
 
Der Bürgermeister informierte, dass die Gemeinde zu der „Anschlussunterbringung“ gesetzlich verpflichtet sei. Die Zuweisung erfolge durch den Landkreis, wenn das Asylverfahren der Flüchtlinge abgeschlossen wurde oder die Flüchtlinge zwei Jahre in der „vorläufigen Unterbringung“ in einer Unterkunft des Landkreises verbracht haben.  Da der in Frankenhardt zur Verfügung stehend Wohnraum nicht ausreiche, um die bereits zugewiesenen Personen und die angekündigten kommenden Zuweisungen  unterzubringen, hat die Gemeinde vom Landkreis das Obergeschoss des Wohnheims in Gründelhardt angemietet. Das Erdgeschoss werde vom Landkreis im Rahmen seiner Zuständigkeit für die vorläufige Unterbringung genutzt.  
 
Die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises, Marina Köhler, erläuterte den Besuchern, dass das Gebäude in hochwertiger Modulbauweise errichtet wurde. Später sei auch eine andere Nutzung möglich, z. B. ein Umbau zu Sozialwohnungen.
 
Das Gebäude umfasst im Erdgeschoss 6 Zimmer und im Obergeschoss 9 Zimmer mit jeweils 21 m² Wohnfläche sowie in jedem Stock eine Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftssanitäranlagen und einen Gemeinschaftsraum. Im Erdgeschoss gibt es zudem einen Raum mit Waschmaschinen und Trocknern sowie ein Büro für die Sprechzeiten des Hausmeisters und des Sozialbetreuers. Darüber hinaus gibt es 2 Garagen als Lager und Fahrradabstellplätze. Die Zimmer sind mit Betten, Spinden, Tisch, Stühlen, einem Kühlschrank und einem Vorratsschrank sowie mit TV-Anschluss und Rollläden ausgestattet.
 
Nach derzeitigem Stand soll das Gebäude, das neusten technischen und energetischen Standards gerecht wird, in der zweiten Novemberhälfte bau- und brandschutzrechtlich abgenommen werden, so dass wahrscheinlich noch in der ersten Dezemberhälfte eine Belegung möglich sein wird.
 
Die Wohnräume sind in der vorläufigen Unterbringung für eine Belegung mit 3 Personen (7 m² pro Person) vorgesehen. Für  die Anschlussunterbringung durch die Gemeinde ist  eine Belegung der Zimmer mit 2 Personen möglich. Bei einer Vollbelegung können 33 Personen im Gebäude untergebracht werden.
 
Ein Sozialbetreuer des Landratsamtes wird stundenweise vor Ort sein, informierte die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises. Die ehrenamtliche Unterstützung durch den Freundes- und Helferkreis Integration werde dadurch aber nicht entbehrlich. Damit die Integration gelingt, würden die Flüchtlinge weiterhin Hilfe und Unterstützung im Alltag benötigen.
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Flüchtlinge in der Gemeinde Frankenhardt
Aktuell leben in Frankenhardt insgesamt 57 Flüchtlinge. Zehn Flüchtlinge befinden sich noch in der vorläufigen Unterbringung in der Zuständigkeit des Landkreises in einem Mehrfamilienhaus im Fasanenweg in Oberspeltach. Der Landkreis hat das Gebäude zum Verkauf ausgeschrieben. 45 Flüchtlinge werden in der Anschlussunterbringung von der Gemeinde betreut. Außerdem gibt es zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Bürgermeister Jörg Schmidt und die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises Marina Köhler (Bild mitte) zeigen interessierten Bürgern die Räume der neunen Flüchtlingsunterkunft in Gründelhardt
Bürgermeister Jörg Schmidt und die Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises Marina Köhler (Bild mitte) zeigen interessierten Bürgern die Räume der neunen Flüchtlingsunterkunft in Gründelhardt

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