Gemeinde Frankenhardt

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Frankenhardt informiert

Frankenhardt ist anderen Gemeinden beim schnellen Internet weit voraus

Bürger feiern den Abschluss der Sanierung der Gründelhardter Ortsdurchfahrt und die Inbetriebnahme der ersten Abschnitte des Erdgas- und Breitbandnetzes

Unzählige Verkehrsteilnehmer und viele Anlieger hatten in der Vergangenheit ihrem Unmut über den maroden Zustand der Ortsdurchfahrt in Gründelhardt Luft gemacht. „Die Gründelhardter Ortsdurchfahrt war die Seufzerstraße des Landkreises“, sagte der Erste Landesbeamte Michael Knaus. Dem Seufzen der Autos, die früher über den schadhaften Asphalt rumpelten, sei das Seufzen der Autofahrer gefolgt, die während der langen Bauphase zahlreiche Umleitungen nehmen mussten. Jetzt ist genug geseufzt: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, stellte der Erste Landesbeamte beim Abschlussfest fest.
„Sie haben einen Riesenschritt in die Zukunft gemacht“, sagte Matthias Hermann,  Vertriebsleiter Netcom BW. So ein modernes Glasfasernetz sei in anderen Gemeinden nur im einstelligen Prozentbereich vorhanden. Auch der Geschäftsführer der Netze NGO, Frank Reitmajer, lobte die „zukunftsorientierte und weise Entscheidung der Kommune“, auf Erdgas zu setzen.
Über diese lobenden Worte freute sich Bürgermeister Jörg Schmidt zusammen mit den Frankenhardter Gemeinderäten und etwa zweihundert Gästen, die zum Abschlussfest gekommen waren. „Als ich mich hier vor 5 Jahren um die Nachfolge von Herrn Bürgermeister Karle bewarb, war die Ortsdurchfahrt eines der wichtigsten Themen. Auf mich wirkte das damals als Wählerauftrag“, blickte Bürgermeister Schmidt zurück und berichtete, dass er sich kurze Zeit nach dem Amtsantritt an die Straßenbauverwaltung des Regierungspräsidiums und an Landrat Bauer gewandt hatte. Der Landrat unterstützte das Anliegen und machte Verkehrsminister Hermann auf die Dringlichkeit der Straßensanierung aufmerksam. In den Gesprächen sei dann schnell klar geworden, dass das Projekt nur Erfolgsaussichten haben kann, wenn die Gemeinde mit der Kanalsanierung vorangeht. Der Gemeinderat zog mit und stimmte der Planung und der Beantragung der Förderung für die Kanalsanierung zu.
Der Plan ging auf
Der Plan ging auf. Für Kanalsanierung, Nahwärmeleitungen, Gehweg- und Straßenerneuerung und Wohnumfeldmaßnahmen wurde ein Förderpaket geschnürt. Außerdem sagte die Straßenbauverwaltung zu, dass die Ortsdurchfahrt eine neue Fahrbahndecke bekommt. „Alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und die Förderprogramme zeitlich aufeinander abzustimmen war keine leichte Aufgabe“, lies der Bürgermeister wissen und bedanke sich ausdrücklich für die Hilfsbereitschaft und die Flexibilität aller Ansprechpartner in der Landesverwaltung und im Landratsamt.
 
 
Erdgas und schnelles Internet
„Wenn die Straße aufgegraben wird, bietet sich an, dass auch gleich Erdgasleitungen und Glasfaserkabel verlegt werden. Die EnBW ODR und die NetCom BW waren dazu bereit. Das sei aber nicht alles gewesen. „Es ergab sich die einmalige Chance nicht nur Gründelhardt, sondern große Teile der Gemeinde Frankenhardt mit Erdgas und schnellem Internet zu versorgen“, erklärte der Bürgermeister und erinnerte an die Diskussion im Gemeinderat, ob das alles auf einmal zu schultern sei und ob wir uns damit nicht übernehmen. „Heute können wir alle froh sein, dass wir damals nicht gezögert haben. Zwischenzeitlich sind die Tiefbaupreise erheblich gestiegen und ob die EnBW ODR und NetCom BW uns heute noch so ein gutes Angebot für die Erdgas- und Glasfasererschließung machen würden, wage ich zu bezweifeln“, sagte der Bürgermeister.
Gründelhardter Ortsbild wurde aufgewertet
Mit den Dorfgestaltungsmaßnahmen sei der Ortskern in Gründelhardt aufgewertet worden. Der Bürgermeister nannte als die wichtigsten Verbesserungen die neuen Parkplätze in der Seetalstraße und gegenüber dem Rathaus, der Platz beim Seniorenheim sowie das neu gestaltete und barrierefreie Umfeld im Bereich des Vereinsheims und der Kaltsporthalle. Es wurden neue barrierefreie Bushaltestellen angelegt und zur Verkehrsberuhigung Verkehrsteiler errichtet. Die Ortsdurchfahrt wurde begrünt. Ein Straßenabschnitt in der Oberspeltacher Straße sei saniert und ein Gehweg zur Verkehrssicherheit der Fußgänger angelegt worden. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt und die Erdgaserschließung sei auch Anlass für private Investitionen in neue Heizungen, Gebäudemodernisierungen und auch Neubauten gewesen. Am sichtbarsten sei das neue Wohn- und Geschäftshaus Schumann, das gerade entsteht.
Als „Tüpfelchen aufs i“ bezeichnete Bürgermeister Schmidt die Erneuerung des Fahrbahnbelags vom Ortsausgang Gründelhardt bis Fichtenhaus durch das Land Baden-Württemberg. Das sei immer noch nicht alles. Heute werde auch noch die E-Ladestation für Fahrzeuge offiziell der Bestimmung übergeben. Auch das sei ein Gemeinschaftsprojekt. Die EnBW ODR betreibt die E-Ladestation und die Gemeinde stellt den Platz in Gründelhardt an der Kreuzung Gaildorfer Straße/Seetalstraße direkt hinter der Kalthalle zur Verfügung.
Über 10 Millionen Euro investiert
Mit Gesamtkosten in Höhe von 3,7 Mio. Euro werde die Sanierung der Ortsdurchfahrt und  Erneuerung aller Leitungen sowie Ortsgestaltungsmaßnahmen voraussichtlich abgerechnet. Das Land trägt rd. 2,3 Millionen Euro. Die Gemeinde müsse rund 1,4 Millionen Euro finanzieren. Die EnBW ODR investiert für die Gas- und Glasfasererschließung im Gemeindegebiet einen Betrag in Höhe von etwa 6  Millionen Euro. Hinzu kommen die Straßenbaumaßnahmen, die das Land und der Landkreis übernommen haben. So komme eine Gesamtinvestition von über 10  Millionen Euro zusammen. „Solche Dimensionen sind für unsere Gemeinde schon etwas ganz Besonderes“, stellte der Bürgermeister fest und richtete Dankesworte an die Vertreter der Projektpartner ENBW ODR und Netcom BW, des Landes Baden-Württemberg und des Landkreises Schwäbisch Hall sowie die Geschäftsführer und Beschäftigten der die Bauarbeiten ausführenden Unternehmen und das Ingenieurbüro Eissing.
Bürgerbeteiligung
Der Dank des Bürgermeisters galt auch den Anwohnern, die während der Bauzeit viele Einschränkungen hinnehmen mussten und den Verkehrsteilnehmern, die Umwege in Kauf nehmen mussten. Bei der Freigabe der Straße Ende Juli 2017 waren deshalb alle sehr erleichtert. „Auch mir fiel ein Stein vom Herzen. Denn die vielen Beschwerden über Autofahrer, die sich nicht an die ausgeschilderten Umleitungen hielten, haben auch meine Nerven strapaziert“, sagte Bürgermeister Schmidt. Er hätte sich auch immer wieder anhören müssen, dass die Arbeiten zu lange dauern. „Ja, meine Damen und Herren, es wäre auch schneller gegangen. Aber nur mit einer Vollsperrung der gesamten Ortsdurchfahrt. Das bestätigen mir alle Fachleute. Der Ärger wäre dann noch größer gewesen. Zugegeben: nur nicht so lange“, so der Bürgermeister.
„Dass wir eine hohe Zustimmung für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt erreichen konnten, liegt sicher auch daran, dass wir die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und an der Projektierung beteiligt haben,“ erinnerte der Bürgermeister an die Bürgerversammlungen und die Öffentlichkeitsarbeit im Gemeindeblatt und im Internet. 
Einen Dank richtete der Bürgermeister an die Mitglieder des Gemeinderates: „Viele Entscheidungen mussten sehr schnell getroffen werden. Ich weiß, dass ich Ihnen damit viel zugemutet habe. Es ging um weitreichende Entscheidungen mit erheblicher finanzieller Tragweite. Danke, dass Sie mitgezogen und ihrem jungen Bürgermeister vertraut haben.“
Ein letzter Dank galt den Mitgliedern des Gesangvereins Gründelhardt für die musikalische Umrahmung des Abschlussfestes und den Mitgliedern des SV Gründelhardt-Oberspeltach für die Bewirtung der Gäste.

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