Gemeinde Frankenhardt

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Aktuelles vom Gemeinderat

Berichte der Gemeinderassitzung vom 26.06.2017

Vertreter der EnBW ODR und der NetCom müssen im Gemeinderat viel Kritik einstecken

Die EnBW ODR führt derzeit die Erdgas- und Glasfaserschließung in der
Gemeinde Frankenhardt durch. Aktuell werden in den Hauptorten Gründelhardt,
Honhardt und Oberspeltach Tiefbauarbeiten ausgeführt. Wegen Beschwerden von Bürgern
und Gemeinderäten über die verspätete und mangelhafte Bauausführung lud Bürgermeister
Schmidt die Verantwortlichen der EnBW ODR in den Gemeinderat ein.  

Andreas Huber erläuterte den Zeitplan der Baumaßnahmen und begründete
die Verzögerungen mit den derzeit knappen Kapazitäten in der Tiefbaubranche.
Auf Fragen und nach deutlichen Worten aus dem Gemeinderat erklärte der
Vertreter des Energieversorgers, dass die fertiggestellten Gasleitungen und
Hausanschlüsse aufgrund noch fehlender Anschlüsse an die Hauptleitung noch
nicht in Betrieb genommen werden konnten. Die Hochdruckleitung bis Gründelhardt
werde voraussichtlich in drei Wochen in Betrieb genommen. Im Anschluss daran
folge die Mitteldruckleitung nach Oberspeltach.

Die Asphaltierung und Beseitigung der Schnittkanten in Honhardt soll in den
nächsten 14 Tagen in Angriff genommen werden. Die Deckschicht in der Siedlung „Burgberg“
in Oberspeltach könne voraussichtlich in vier Wochen aufgebracht werden.  

Aufgrund der guten konjunkturellen Lage würden die Tiefbaufirmen bei der
Beauftragung keine hohen Vertragsstrafen akzeptieren. Druck zu machen, sei
deshalb schwierig. Die EnBW ODR habe nun weitere Baufirmen beauftragt, um die
Bauarbeiten zu beschleunigen. In Oberspeltach könnten deshalb demnächst zwei
Baukolonnen eingesetzt werden, um den Rückstand aufzuholen. Andreas Huber
versicherte, dass in allen anderen Teilorten der Gemeinde die gesetzten
Ausbauziele erreicht werden. Künftig würden nur noch Baufirmen beauftragt, die
die Baumaßnahmen mit mindestens 2 Kolonnen beginnen. 

Die unzureichende Wiederherstellung eines Feldwegs in Sandhof soll bei
einem Vororttermin besprochen werden.

Auch Matthias Otterstätter musste Kritik einstecken. Auf den Vorwurf der
mangelhaften Information der Bürger reagierte der Vertreter der NetCom
BW mit dem Angebot einer Informationsveranstaltung. Darüber hinaus sollen
DSL-Sprechstunden nach Inbetriebnahme des Glasfasernetzes angeboten werden. Die
Kunden würden bei einem Anbieterwechsel unterstützt. Nach der Vertragsunterzeichnung
kümmere sich die NetCom BW um den Rest. Der Vorschlag aus dem Gemeinderat,
die Bürger mit einem Informationsschreiben besser aufzuklären, soll schnell erledigt werden. 

Die Glasfaseranbindung in Stetten, Gründelhardt und
Oberspeltach werde bis Ende der KW 28 (Mitte Juli) abgeschlossen, kündigte der
NetCom-Vertreter an. Ab Ende September bis Mitte Oktober könnte das
Glasfasernetz von den ersten Bürgern genutzt werden.

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde soll ein Rahmenterminplan veröffentlicht
werden aus dem die Fertigstellung und Freischaltung des Glasfasernetzes in den
einzelnen Ortsteilen deutlich wird.

Bürgermeister Schmidt erinnerte abschließend daran, dass bei aller berechtigten Kritik nicht
vergessen werden sollte, dass die Gas- und Glasfasererschließung der Gemeinde
und seiner Bürgerschaft große Vorteile bringen werde.  

Eine harte Geduldsprobe


Der Chefredakteur des Hohenloher Tagblatts, Andreas Harthan, schrieb zum Ärger in
Frankenhardt einen Kommentar, der die Stimmungslage in der Bürgerschaft deutlich
macht und den die Gemeindeverwaltung deshalb nachfolgend wörtlich wiedergibt:

„Viele Frankenhardter sind sauer. Zu Recht. Sein Versprechen, Baumaßnahmen schnell und
effizient durchführen zu können, hat der Energieversorger ENBW ODR bis heute
nicht einlösen können. In Oberspeltach wollte man schon 2016 fertig sein. Neuer
Termin: 2018. Hoffentlich geht’s den Oberspeltachern nicht wie den Berlinern
mit ihrem neuen Flughafen.

Ein so erfahrenes Unternehmen wie die ENBW ODR, das auf eine mehr als 100 Jahre alte
Geschichte zurückblicken kann, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, entweder
sich übernommen zu haben, oder viel zu spät erkannt zu haben, dass wegen des
anhaltenden Baubooms kaum Kapazitäten am Markt frei sind. Baukolonnen sind
Mangelware und werden es bis auf weiteres auch bleiben. Das darf aber keine
bequeme Entschuldigung für Fräskanten in Straßen und Flüssiggastanks in
Vorgärten sein – vom schnellen Internet mal ganz zu schweigen.

Keine Frage, den Frankenhardtern wird nicht erst seit gestern ziemlich viel
zugemutet. Nicht vergessen werden darf aber auch, dass die belastenden Umstände
einem großen Ziel dienen: dem Anschluss an die Zukunft. Erdgasanschluss und
Breitbandausbau – und auch die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Gründelhardt
sind Belege dafür, wie energisch Bürgermeister Jörg Schmidt nach vorne denkt.

Die Bürgerschaft wird sich noch ein ganzes Weilchen in Geduld üben müssen. ENBW und
Net-Com sollten ab sofort alles dafür tun, dass diese Geduld nicht
überstrapaziert wird. Sie haben einen Ruf zu verlieren.“


 
 
Stromleitungen zwischen Kupferzell und Goldshöfe sollen verstärkt werden

Der Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen, insbesondere Photovoltaik- und
Windkraftanlagen, bringt die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Um
weitere Einspeisungen gewährleisten zu können und das Verteilernetz auch in
Zukunft sicher und zuverlässig betreiben zu können, plant die Netze BW die
Verstärkung von bestehenden Hochspannungsleitungen. In der Gemeinde
Frankenhardt ist die Freileitung zwischen den Umspannwerken Kupferzell,
Crailsheim und Goldshöfe betroffen. Diese streift den Ortsrand von Honhardt.

Um die Öffentlichkeit frühzeitig über die geplanten Maßnahmen der Netze BW zu informieren,
hat Bürgermeister Schmidt die Vertreter der Netze BW zur Vorstellung des Projekts
im Gemeinderat eingeladen. 

Die Netze BW plant, die Stromfähigkeit der bestehenden Stromkreise mittels neuer Leiterseile
zu erhöhen. Die Spannungsebene von 110-kV sowie die Anzahl der Stromkreise
bleiben dabei gleich. Ob die Netze BW mit den neuen Leiterseilen die bestehenden Masten
aus den 60-Jahren weiter nutzen kann, oder die Masten
abbauen und durch neue ersetzen muss, hängt vom Ergebnis der laufenden
statischen Untersuchungen ab, erläuterten Andreas Schick und Daniel Schneider
den Frankenhardter Gemeinderäten. Die Ergebnisse würden voraussichtlich zum
Jahresende vorliegen.

In der Fragerunde wurden von den Gemeinderäten störende Geräusche bei Nebel, ein
Betrieb mit 220 kV und die Gelegenheit für eine Trassenverlegung bei Honhardt angesprochen.
Für die Einspeisung von Energie aus regenerativen Quellen seien Hochspannungsleitungen
von 110 kV erforderlich, erläuterten die Vertreter der Netze BW. Eine Rückkehr
zu 220 kV wäre unwirtschaftlich, weil dann zusätzliche Umspannstationen notwendig
werden. Die Knistergeräusche seien bei 110 kV geringer. Hoffnung auf eine
Trassenverlegung mit größerem Abstand zu Siedlungsgebieten machten die
Vertreter der Netzte BW nicht und begründeten dies mit Mehrkosten. Nach dem
„NOVA-Prinzip“ (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau) sollen neue
Stromleitungen und Trassen vermieden werden.

Bis Ende 2017 soll feststehen, welche Ertüchtigungsmaßnahmen notwendig sind. Die
Antragseinreichung ist für Ende 2018 geplant. Vor dem Jahr 2020 wird mit den
Bauarbeiten nicht begonnen, erklärten die Vertreter von Netze BW.
 
 


 
Verlängerung des Mietvertrags zwischen der Gemeinde und der Vodafone GmbH über den Vodafone
Mobilfunkstandort – Mast Altenfelden


Die Vodafone GmbH, die bereits auf der Gemarkung Honhardt (Nähe
Altenfelden) eine Funkstation betreibt, ist bezüglich einer vorzeitigen
Vertragsverlängerung auf die Gemeinde Frankenhardt zugekommen. Es ist geplant
den derzeit bestehenden Mietvertrag um 20 Jahre zu verlängern.

Im Zuge dessen sollen voraussichtlich ab 2019 die technischen
Voraussetzungen für die Einführung der neuen 5G Technologie (Nachfolge LTE)
geschaffen werden.


 
 
Vergabe des Dünnschichtbelags für die Gemeindeverbindungsstraße
Spaichbühl – Brunzenberg


Die Gemeindeverbindungsstraße Spaichbühl – Brunzenberg wurde
vor ca. 15 Jahren gebaut und ist zwischenzeitlich sehr stark ausgefahren.
Es empfiehlt sich deshalb, dass diese mit einem Dünnschichtbelag
versehen wird. Der Auftrag hierzu wurde an die Fa. Kutter Spezialstraßenbau
vergeben.

Die Bauarbeiten wurden noch nicht exakt terminiert, sollen aber
voraussichtlich in der KW 35 oder 36 starten. Selbstverständlich
beginnen diese erst nach Abschluss der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt
Gründelhardt. 
 
 


 
Verlängerung der Abwasserdruckleitung in Honhardt 

An den Einleitungsstellen aus der Ortsentwässerung Sandhof im Bereich der Turnhalle Honhardt und aus der
Ortsentwässerung Mainkling im Bereich der Mainklinger Straße treten enorme
Geruchsbelästigungen auf.

Um diese dauerhaft zu vermeiden, wird die Abwasserdruckleitung bis
zum Zuleitungssammler bzw. bis zur Kläranlage Honhardt verlängert.

Das Ing. Büro Ziegler hat die notwendigen Planungen aufgestellt und die Kosten ermittelt.
Die Aufwendungen hierfür betragen insgesamt 550.000,00 €.

Der von der Gemeinde beantragte Zuschuss aus dem Programm Förderrichtlinien
Wasserwirtschaft wurde am 10.05.2016 bewilligt. Die Zuschusshöhe beträgt insgesamt 439.800,00 €.

Mit der Maßnahme soll nach der Sommerpause begonnen werden.
Die Fertigstellung ist bis April 2018 geplant.


 

Erneuerung der Brücke über den Niederbach in Stetten 

Die Brücke über den Niederbach im Ortsteil Stetten soll wegen des sehr schlechten baulichen Zustands abgebrochen
und durch einen Durchlass ersetzt werden.

Mit der Planung wurde das Ingenieurbüro Eissing aus Schwäbisch Hall beauftragt.

Das Büro hat für diese Baumaßnahme Kosten in Höhe von ca. 55.000,00 € ermittelt.

Die Arbeiten sollen nach den Sommermonaten in Angriff genommen werden und vor dem Winter abgeschlossen sein.
 
 
 


Wasserleitung im Bereich Amselweg und Lerchenweg in Honhardt wird zusammen mit der Erdgas-
und Breitbanderschließung erneuert 


Um kostensparende Synergien zu nutzen, empfahl Bürgermeister Schmidt im Zuge der Erdgas- und
Breitbanderschließung die Wasserleitungen in der Siedlung „Kälberwasen“ im
Bereich Amselweg (ca. 90 m) und im Bereich Lerchenweg (ca. 125 m) zu erneuern. In
diesen Straßen befinden sich noch Wasserversorgungsleitungen aus der Mitte der
50-er Jahre mit hoher Rohrbruchanfälligkeit.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 45.000 € (netto). Eine Förderung nach den
Förderrichtlinien Wasserwirtschaft hat aktuell keine Aussicht auf Erfolg.
Die Tiefbauarbeiten in der Siedlung „Kälberwasen“ werden im Auftrag der EnBW ODR von
der Fa. LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG ausgeführt.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig der Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Amselweg
und Lerchenweg in Honhardt zu und beauftragte die Verwaltung die Arbeiten von
der EnBW ODR mitverlegen zu lassen.


 
Regierungspräsidium hat kein Geld für die Sanierung der Landesstraße vom Ortsende Gründelhardt bis
zum Schützenhaus


Bürgermeister Schmidt gab im Gemeinderat bekannt, dass das Regierungspräsidium Stuttgart mit Schreiben vom 19.06.2017 eine
Fahrbahndeckenerneuerung vom Ortschild Gründelhardt bis zu den Einmündungen im
Bereich des Schützenhauses abgelehnt hat. Begründet wurde dies mit der angespannten Haushaltslage des Landes Baden-Württemberg.

Eine Sanierung der kurzen Strecke bis zum Schützenhaus wäre im Zusammenhang mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Gründelhardt
kostensparend möglich. Um die Bauabwicklung hätte sich die Gemeinde gekümmert. Darauf hatte der Bürgermeister
die Straßenbauverwaltung hingewiesen. Auch der schlechte Zustand der Landesstraße sei dem Regierungspräsidium bekannt.
Die Antwort sei deshalb sehr enttäuschend.

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