Gemeinde Frankenhardt

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Aktuelles vom Gemeinderat

Berichte der Gemeinderatssitzung vom 26.11.2018

Feuerwehrbedarfsplan im Gemeinderat vorgestellt
Der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Frankenhardt wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun folgen die Beratung in den Gremien der Feuerwehr und danach die Beschlussfassung im Gemeinderat.

Die Feuerwehrbedarfsplanung wurde vom Leitenden Branddirektor der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, Dr. Roland Demke, in Zusammenarbeit mit den Führungskräften der Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung aufgestellt. Der Plan beinhaltet alle Planungsgrößen für die Unterhaltung einer den örtlichen Verhältnissen entsprechenden, angemessenen und leistungsstarken Feuerwehr. Grundlagen für den im Gemeinderat vorgelegten Feuerwehrbedarfsplan waren statistische Erhebungen der Jahre 2014 bis 2018. Die wesentlichen Ergebnisse werden vom Leitenden Branddirektor Dr. Demke wie folgt zusammengefasst:

  • In allen Ausrückebereichen ist das Gefährdungspotential als normal einzustufen.
  • Anhand der Einsatzauswertung der letzten vier Jahre kann abgeleitet werden, dass das Risikopotential für Gebäudebrände in der Gemeinde Frankenhardt als gering einzustufen ist.
  • Handlungsbedarf besteht bei der Wasserversorgung. Empfohlen werden ein Tanklöschfahrzeug mit mindestens 2000 l Inhalt, eine Tragkraftspritze TS 8 sowie B-Schläuche in einer Länge von 2 x 300 m Länge, eine mobile Staustelle, die Kennzeichnung aller Unterflurhydranten und Löschwasserbehälter sowie die Herrichtung aller Löschwasserentnahmestellen.
  • Der Personalbestand der Feuerwehr mit insgesamt 77 Feuerwehrangehörigen ist ausreichend. Allerdings sollte in der Abteilung Gründelhardt der Personalstand deutlich gesteigert werden.
  • Die Jugendfeuerwehr hat eine Stärke von 13 Jugendlichen. Sie sollte aus jedem Ortsteil 6 Jugendliche haben und ein Personalniveau von 2 Gruppen mit 18 Mitgliedern besitzen.
  • In der Feuerwehr Frankenhardt ist nur ein weibliches Mitglied aktiv. Als Zielgröße des Frauenanteils sollte ein Anteil von 20 Prozent angestrebt werden.
  • Um neue Feuerwehrangehörige zu gewinnen werden Werbekampagnen empfohlen, in denen Bürger und Jugendliche gezielt und direkt auf eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr angesprochen werden. Dies solle durch eine erhöhte Anerkennung des Ehrenamtes in der Feuerwehr, das im Unterschied zu anderen Vereinen eine Pflichtaufgabe der Gemeinde zur Sicherstellung des Brandschutzes ist, flankiert werden.
  • In Gründelhardt fehlen werktags tagesverfügbare Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger und Fahrer. In Oberspeltach gibt es tagsüber keinen Maschinisten und nur 1 Fahrer. Hier besteht dringender Handlungsbedarf sowohl in der Personalgewinnung als auch bei der Ausbildung.
  • Die in Deutschland für die erste Eintreffzeit üblichen Erreichungsgrade für die 1. Einheit wurden durch die Feuerwehr Frankenhardt im Untersuchungszeitraum erfüllt.
  • Für die Flächengemeinde Frankenhardt wird auch zukünftig ein 3-Standortemodell empfohlen. Hierfür sollte zuerst das Feuerwehrhaus Gründelhardt im Bestand saniert und ausgebaut werden. Parallel sollte zügig für Oberspeltach ein neuer Standort mit einem normgerechten Stellplatz eingerichtet werden, damit das Löschgruppenfahrzeug erneuert und untergestellt werden kann. Danach sollte für die Abteilung Honhardt ein Neubau mit 3 Stellplätzen errichtet werden.
  • Die Feuerwehr Frankenhardt besitzt mit 5 Einsatzfahrzeugen einen schlanken Fuhrpark. Für das 27 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Abteilung Oberspeltach muss zügig ein Ersatz durch ein LF 10 eingeplant werden. Auf Grund der Gefährdungsanalyse der Gesamtgemeinde und des Ortsteils Gründelhardt wird auch die Beschaffung eines LF 10 mit Normbeladung und einem Wassertank mit 2000 l Inhalt sowie ausgestattet mit einer 3-teiligen Schiebleiter und einem Sprungpolster für die Abteilung Gründelhardt für erforderlich gehalten. Es wird empfohlen, nach Beschaffung des LF 10 das Löschgruppenfahrzeug LF 10 mit Baujahr 2009 von Gründelhardt an den Standort Oberspeltach zu verlagern. Das neuwertige Fahrzeug, hat noch eine Laufzeit von ca. 20 Jahren und bietet mit einer Bauhöhe von 3.10 m die Möglichkeit, auch Bestandsgebäude im Ortsteil Oberspeltach mit einer Torhöhe von 3.30 m als neue Feuerwehrunterkunft in Betracht zu ziehen. Ebenfalls zügig sollte für den Standort Gründelhardt ein kleiner Gerätewagen-Transport auf kleinem Fahrgestell und mit Doppelkabine für 6-7 Mann Besatzung beschafft werden, um das alte LF 8 sowie den Schlauchanhänger und einen Transportanhänger in Gründelhardt und den Schlauchanhänger in Oberspeltach zu ersetzen.
  • Empfohlen wird eine Verbesserung der Ausstattung mit  Einsatzmitteln und Geräten.
  • Die Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehr Frankenhardt macht einen gegliederten und zweckmäßigen Eindruck. Für eine bessere Alarmierung werden Empfehlungen gegeben.
  • Im Maßnahmenkatalog werden kurzfristig Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. Euro vorgeschlagen. Darunter 320.000 Euro Ersatzbeschaffung LF 10 für LF 8 (Baujahr 1991) der Abteilung Oberspeltach, 100.000 Euro für den 1. Bauabschnitt zur Renovierung und den Ausbau des Feuerwehrhauses Gründelhardt und 190.000 Euro für den 2. Bauabschnitt, 600.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrhauses in  Oberspeltach mit 1 Stellplatz oder Umzug in geeignetes Bestandsgebäude.
  • Mittelfristig bis 2024 werden weitere 1,6 Mio. Euro Investitionen für erforderlich gehalten. Darunter 95.000 Euro für die Beschaffung eines Gerätewagen-Transport für die Abteilung Gründelhardt und 1,5 Mio. Euro für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Honhardt mit 3 Stellplätzen.
  • Langfristig bis 2028 wird eine Erweiterung des Feuerwehrhauses Gründelhardt als 3. Bauabschnitt mit 300.000 Euro Investitionskosten empfohlen.

Feuerwehrbedarfspläne sind keine statischen Gebilde, sondern müssen kontinuierlich dem Gefahrenpotential innerhalb der Gemeinde angepasst und fortgeschrieben werden, da sonst bei einer erheblichen Änderung des Gefahrenpotentials die Feuerwehr Gefahr liefe, nicht mehr den örtlichen Verhältnissen entsprechend leistungsfähig zu sein. Der Gutachter empfiehlt deshalb  eine Fortschreibung der Gefährdungs- und Risikoanalyse jeweils aus konkretem Anlass oder spätestens alle fünf Jahre.
Die Zusammenfassende Bewertung und der Maßnahmenkatalog sind auf der Homepage der Gemeinde Frankenhardt in der Rubrik Rathaus und Verwaltung/Aktuelles vom Gemeinderat veröffentlicht.

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