Gemeinde Frankenhardt

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das brandaktuelle Thema "Asyl und Integration" hält weiterhin viele von uns in Atem. Die Kommunen im Landkreis Schwäbisch Hall sind zudem mehr denn je gefordert, die neu ankommenden Menschen aufzunehmen, unterzubringen und zu betreuen. Fernsehsendungen und Bilder der oft tragisch endenden Flucht übers Mittelmeer und der strapaziösen Balkanroute haben eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Gemeinde Frankenhardt ausgelöst.´

Viele ehrenamtliche und hauptamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in dem am 3. Mai 2016 gegründeten Helfer- und Freundeskreis Integration Frankenhardt. Dank der Arbeit der Ehrenamtlichen kann die Situation in Frankenhardt derzeit gut gemeistert werden.

Die Informationsveranstaltung am 27.04.2016 über die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Frankenhardt stieß auf großes Interesse in der Bevölkerung. Rund 200 Frankenhardter Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Planungen des Landkreises und die Mithilfe bei der Betreuung von Flüchtlingen. Herr Bürgermeister Schmidt informierte, dass derzeit rund 2000 Flüchtlinge im Landkreis Schwäbisch Hall vorläufig untergebracht sind. In Notunterkünften wie Fabrikhallen in Gaildorf und Crailsheim und in einer Sporthalle in Schwäbisch Hall sind noch etwa 600 Flüchtlinge notdürftig untergebracht. Die Unterbringung von Flüchtlingen gliedert sich in drei Stufen: Die Erstunterbringung erfolgt in den sogenannten

Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) wie Ellwangen oder Meßstetten, in denen die Flüchtlinge für drei Monate untergebracht und registriert werden. Für die Erstunterbringung ist das Land Baden-Württemberg zuständig. Anschließend erfolgt die Zuweisung an die Landkreise. Diese sogenannte vorläufige Unterbringung richtet sich nach dem Anteil des jeweiligen Landkreises an der Bevölkerung des Landes. Hierfür kaufen oder mieten die Landkreise Gebäude in den Kreisgemeinden an, um den Flüchtlingen eine Bleibe für maximal 24 Monate bzw. bis zum Ende des Asylverfahrens, gewährleisten zu können. Für die Anschlussunterbringung der anerkannten Flüchtlinge sind die kreisangehörigen Gemeinden zuständig.

Dabei richtet sich die Verteilungsquote nach dem Anteil der Bevölkerung der jeweiligen Gemeinde an der Landkreisbevölkerung. Soweit die Flüchtlinge selbst keine Unterkünfte finden, ist die Gemeinde zur Bereitstellung von Wohnraum gesetzlich verpflichtet.

Nach Informationen von Dezernentin für Migration, Martina Steinecke, sucht der Landkreis für die vorläufige Unterbringung noch weitere Unterkünfte und ist in Oberspeltach fündig geworden. Der Landkreis Schwäbisch Hall hat das Gebäude Fasanenweg 2 in Oberspeltach gekauft, das Ende Mai mit voraussichtlich 28 Personen belegt werden soll. Darunter je zwei Familien aus Afghanistan und Syrien sowie eine Familie aus dem Irak. Insgesamt werden 14 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter erwartet. Außerdem plant der Landkreis in Gründelhardt "am Brunnenbach" (neben dem Gewerbegebiet Niederbachweg) den Neubau eines Gebäudes für die vorläufige Unterbringung von weiteren 64 Flüchtlingen. Diese werden voraussichtlich gegen Ende des Jahres nach Gründelhardt kommen. Derzeit leben in Oberspeltach eine syrische und eine afghanische Flüchtlingsfamilie, in Gründelhardt drei alleinstehende Inder, in Markertshofen zwei Eriträer, in Sandhof zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und seit kurzem zwei syrische Flüchtlingsfamilien in Honhardt.

Nach derzeitigen Prognosen ist bis Ende 2017 damit zu rechnen, dass der Gemeinde Frankenhardt etwa 40 Personen mit Bleiberecht zugewiesen werden. Acht Personen mit Bleiberecht haben wir bereits im Jahr 2016 aufgenommen. Zur Aufnahme von Flüchtlingen ist die Gemeinde im Rahmen der Anschlussunterbringung gesetzlich verpflichtet.

Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wie sich die Flüchtlingssituation in der Gemeinde Frankenhardt entwickelt, deswegen werden auch zukünftig regelmäßig Informationsveranstaltungen stattfinden, bei denen die geplanten Maßnahmen vorgestellt werden.

Bei Fragen zur ehrenamtlichen Unterstützung und Spenden für die Arbeit des Helfer- und Freundeskreises Integration Frankenhardt steht Ihnen Herr Hermann Schwarz, Tel. 07959 749, hschwarzprivat(@)gmx.de als Ansprechpartner bereit.

Für das Verständnis und die ehrenamtliche Unterstützung in dieser besonderen Situation bedanke ich mich schon heute recht herzlich bei Ihnen.

Jörg Schmidt
Bürgermeister Gemeinde Frankenhardt

Kontakt

Crailsheimer Straße 3
74586 Frankenhardt
Fon: 07959 9105-0
Fax: 07959 9105-99
info(@)frankenhardt.de

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