Gemeinde Frankenhardt

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Frankenhardt informiert

Neujahrsempfang mit Spendenscheck und Landesehrennadel

Nach zweijähriger Pause freute sich Bürgermeister Jörg Schmidt zum traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Frankenhardt etwa 250 Gäste in der Sandberghalle in Honhardt zu begrüßen. Der Bürgermeister und die Stiftungsräte übergaben einen Spendenscheck für das Frankenhardter Rehkitzretter-Team aus den Erträgen der Bürgerstiftung und Bürgermeister Jörg Schmidt zeichnete Kurt Hermann im Auftrag von Ministerpräsident Kretschmann für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus.

Der Empfang wurde mit einer Formation der „Egerländer Blasmusik Frankenhardt“ musikalisch umrahmt. Nicht zu kurz kamen auch bei diesem Empfang wieder die Gespräche nach dem offiziellen Teil.  

Zum Beginn seiner Neujahrsrede wählte Bürgermeister Schmidt in Hinblick auf die aktuellen Krisen ein, in unsere Zeit passendes Zitat des irischen Schriftstellers Oscar Wil-de: „Am Ende wird alles gut werden und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht am Ende.“ Bürgermeister Schmidt stellte fest, dass die Corona-Pandemie nach zwei Jahren zumindest beherrschbar scheint. Damit sei leider noch nicht alles gut. „Was uns allen undenkbar erschien, ist eingetreten. In Europa wird wieder Krieg geführt. Die Menschen in der Ukraine erleiden Schreckliches“, so der Bürgermeister. Mit dem Wort des Jahres 2022 – „Zeitenwende“ – habe Bundeskanzler Olaf Scholz am 27. Februar in seiner Regierungserklärung den Krieg und die Folgen beschrieben. Die Energiekrise und die Teuerung würden alle belasten, trotz milliardenschweren Entlastungspaketen der Bundesregierung. Vor kurzem sei noch eine Rezession vorhergesagt worden. Die deutsche Wirtschaft zeige sich aber widerstandsfähiger als erwartet. Die Hoffnung wachse, dass der Wirtschaftsabschwung weniger schwerwiegend ausfällt, als befürchtet.

Bürgermeister Schmidt erwartet, dass die Flüchtlingskrise die Gemeinde Frankenhardt zunehmend beschäftigen wird. Viele Flüchtlinge aus der Ukraine seien privat untergekommen. „Unser Dank gilt allen, die den Kriegsflüchtlingen Wohnraum zur Verfügung gestellt haben“, sagte der Bürgermeister und machte darauf aufmerksam, dass die privaten und die kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten nun an die Grenzen stoßen. Die Gemeinde Frankenhardt suche dingend Wohnungen, denn in nächster Zeit würden weitere Zuweisungen vom Landkreis erwartet.

Politik von Oben herab
„Die kommunalen Spitzenverbände warnen vor einer Überforderung der Gemeinden“, machte Bürgermeister Schmidt auf ein weiteres Problem aufmerksam. Die Politik müsse dafür sorgen, dass genügend Fachkräfte ausgebildet und im Beruf gehalten werden, bevor Rechtsansprüche bei der Betreuung im Kindergarten und der Grundschule von Oben herab gesetzlich verordnet werden. „Ein Betreuungsanspruch, der nicht erfüllt werden kann, hilft nicht, sondern schürt die Unzufriedenheit“, kritisierte der Bürgermeister und forderte: „Erfüllbare Standards setzen, Entbürokratisierung und Digitalisierung dürfen nicht länger nur politische Ankündigungen bleiben“. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, nicht nur im Betreuungsbereich, auch bei Genehmigungsverfahren. „Unsere Regelungswut behindert die Entwicklung in nahezu allen Bereichen. Wir übertreiben mit Gesetzen und Verordnungen das Verwalten und behindern uns dadurch beim Gestalten“.

Danach ging Bürgermeister Schmidt auf die Klimakrise ein. Die Nachrichten über Unwetterkatastrophen, das Abschmelzen der Pole und der Gletscher oder auch nur der frühlingshafte Winter zeige, wie sich die Natur bei uns und in der ganzen Welt verändert.
Zusammenfassend stellte der Bürgermeister fest: „Es liegt an uns, die Krisen zu bewältigen. Dazu braucht es die Bereitschaft und den politischen Konsens für Veränderungen. Dann werden wir die Zukunft weiterhin bewältigen und in unserem Sinn gestalten können. Dann werden die Schulden, die Deutschland jetzt zur Krisenbewältigung aufnimmt, wieder zurückgeführt werden können“. Deutschland sei immer noch eines der reichsten Länder in dieser Welt. Deshalb könnten die Menschen hier zuversichtlicher als die Menschen in vielen anderen Regionen dieser Erde in die Zukunft blicken. „Wir, die Gemeinderäte und die Beschäftigten der Gemeinde tun alles uns Mögliche, damit Frankenhardt eine lebenswerte Gemeinde bleibt“, hob der Bürgermeister hervor.  

Gesundheitsversorgung – Dank an Ärzte
Die Gesundheitsversorgung sei ein Problem, das immer mehr ländlichen Gemeinden Sorgen bereitet. Anders in Frankenhardt. Hier sei mit der Eröffnung der Physiotherapiepraxis IN VIVO in Honhardt eine Verbesserung erreicht worden.
„Ich bedanke mich bei unseren Hausärzten, Zahnärzten und den Praxisteams für den besonders großen Einsatz in der Pandemie. Die Gesundheitsversorgung ist in der aktuellen Lage wichtiger denn je. Gut, dass wir das Hausarztzentrum Frankenhardt in Gründelhardt haben.     Auch zur Zahnbehandlung haben die Frankenhardter keine weiten Wege“, betonte Bürgermeister Schmidt.
 
Für das Jahr 2023 wieder viel vorgenommen
Mit einem von Heiner Geißler stammenden Satz „Wer nicht über die Zukunft nachdenkt, wird keine haben“, begann Bürgermeister Schmidt den Ausblick auf das neue Jahr. Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung hätten sich auch für dieses Jahr wieder viel vorgenommen. Die Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule in Honhardt und die Erweiterung des Kindergartens in Gründelhardt würden weitergehen. Der Neubau des Feuerwehrmagazins in Honhardt werde nach der Erteilung der Baugenehmigung beginnen. Das Mammutprojekt der flächendeckenden Breitbandversorgung werde kraftvoll fortgeführt. Die Erschließung des Baugebiets „Gäßlesäcker, Erweiterung“ in Gründelhardt werde abgeschlossen und für die Gehwegerweiterung im Bereich der Sonnenstraße sowie für die Erschließung der Baugebiete „Lietwiesen“ in Oberspeltach und „Gartenäcker“ in Waldbuch seien Mittel eingestellt. Für den Anschluss von Gauchshausen, Belzhof und Banzenweiler an die zentrale Abwasserbeseitigung würden die Planungen aufgenommen. Das Wegebauprogramm im Gemeindegebiet werde im nächsten Jahr fortgeführt und die Gemeinde habe Mittel für Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern im Haushalt eingestellt. Die Unterbringung der Flüchtlinge sei ein aktuelles Thema. „Dank einer soliden Haushaltspolitik haben wir uns den nötigen Handlungsspielraum in den hinter uns und vor uns liegenden Krisenzeiten bewahrt. Die Schulden steigen wegen der hohen Investitionen, bleiben aber beherrschbar“, betonte Bürgermeister Schmidt.

Ehrenamtliches Engagement
Bürgermeister Schmidt lobte das ehrenamtliche Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Frankehardt. Ehrenamtlich Tätige würden in nahezu allen Lebensbereichen unterstützen, sei es Sport oder Kultur, Soziales oder Umweltschutz oder auch in Politik. Das sei alles nicht selbstverständlich und der Neujahrsempfang für den Bürgermeister, der richtige Anlass, um das Ehrenamt und seine Bedeutung für das Gemeindeleben hervorzuheben. Bürgermeister Schmidt sprach ein Dankeschön an alle ehrenamtlich Tätigen aus und auch an alle, die gemeinnützige Angebote mit Geld unterstützen. Jeder helfe auf seine Weise und jede Hilfe sei wertvoll.

Bürgerstiftung unterstützt Rehkitzrettung
Mit der Bürgerstiftung habe die Gemeinde eine zusätzliche Möglichkeit zur Hilfe geschaffen. Der Stiftungsrat habe sich für eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro an das Frankenhardter Rehkitzretter-Team entschieden. Der Bürgermeister überreichte gemeinsam mit den Mitgliedern des Stiftungsrats den Spendenscheck an Rainer Probst, Dr. Massimo Manazza, Friedrich Hoffmann und Frank Neumann.

Landesehrennadel für Kurt Hermann
Höhepunkt des Neujahrsempfangs war schließlich die Auszeichnung von Kurt Hermann für seinen langjährigen herausragenden Einsatz bei den Freibadfreunden Frankenhardt und dem Gesangverein Gründelhardt. Bürgermeister Schmidt überreichte die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg im Auftrag von Ministerpräsident Kretschmann an Kurt Hermann. Auf die Verdienste von Kurt Hermann wird in einem gesonderten Bericht eingegangen.

Neujahrswünsche
„Ich wünsche jedem von Ihnen, dass er für sich persönlich und für seine Familie das Bestmögliche erreichen wird. Bleiben Sie zuversichtlich. Jeder kann mit seinem persönlichen Einsatz im vor uns liegenden Jahr dafür sorgen, dass es uns hier in der Gemeinde Frankenhardt morgen besser geht als heute. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue Jahr Frieden, Gesundheit sowie privates und berufliches Gelingen!“, wünschte Bürgermeister Jörg Schmidt allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Frankenhardt.

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