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Waschbären sind aus unseren Städten und Gemeinden längst nicht mehr wegzudenken.
Als anpassungsfähige „Kulturfolger“ finden sie in Gärten, Hinterhöfen, auf Dachböden und Scheunen ideale Lebensbedingungen.
Doch die hohe Populationsdichte im urbanen Raum begünstigt auch die Ausbreitung von Krankheiten – allen voran der Staupe.
Dieser Bericht gibt Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation, die Symptome der Erkrankung und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.
1. Der Waschbär als Mitbewohner
Im urbanen Raum finden Waschbären ein Überangebot an Nahrung (Mülltonnen, Tierfutter, Kompost) und sichere Schlafplätze. Da natürliche Feinde fehlen, wächst die Population oft unkontrolliert. Diese Enge führt dazu, dass Viren schneller von Tier zu Tier übertragen werden können – besonders an Futterstellen, wo viele Individuen aufeinandertreffen.
2. Was ist Staupe?
Die Staupe wird durch das Canine Staupevirus (CDV) ausgelöst. Es ist eng mit dem menschlichen Masernvirus verwandt, für den Menschen selbst jedoch ungefährlich.
Das Virus befällt verschiedene Organsysteme und führt meist zu einem qualvollen Tod. Übertragen wird es durch Tröpfcheninfektion oder Kontakt mit Sekreten (Speichel, Nasenausfluss, Kot, Urin).
Typische Symptome bei Waschbären:
Verlust der Scheu: Das Tier wirkt zahm, schläft tagsüber an exponierten Stellen oder nähert sich Menschen ohne Angst.
Orientierungslosigkeit: Die Waschbären wirken benommen, schwanken oder laufen ziellos im Kreis.
Physische Anzeichen: Verklebte Augen und Nasen (durch eitrigen Ausfluss), Husten, Atemnot oder Durchfall.
Neurologische Störungen: Muskelzucken („Staupe-Tick“), Krämpfe, Schwanken oder auch aggressive Ausbrüche, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen.
3. Die Gefahr: Warum Sie Abstand halten müssen.
Auch wenn das Staupevirus für Menschen nicht ansteckend ist, geht von kranken Waschbären eine erhebliche Gefahr aus:
?? WICHTIGER WARNHINWEIS
Fassen Sie kranke oder auffällige Waschbären niemals an!
Beißgefahr: Kranke Tiere sind unberechenbar. Durch ihre Desorientierung und Schmerzen können sie plötzlich aggressiv reagieren und schmerzhafte Biss- oder Kratzwunden verursachen.
Sekundärinfektionen: Waschbären können andere Parasiten und Krankheiten übertragen, die für Menschen gefährlich sind (z. B. den Waschbärspulwurm). Eier dieses Parasiten befinden sich oft im Fell oder im Kot der Tiere.
Gefahr für Haustiere: Für ungeimpfte Hunde ist die Staupe hochgradig ansteckend und endet oft tödlich. Wer ein krankes Tier berührt, kann das Virus über Kleidung oder Hände unbewusst an den eigenen Hund weitergeben.
4. Richtiges Verhalten im Ernstfall
Wenn Sie in Ihrem Garten oder in der Stadt einen Waschbären entdecken, der sich auffällig verhält oder krank erscheint:
Abstand halten: Halten Sie Kinder und Haustiere fern.
Nicht füttern: Futterstellen locken weitere Tiere an und beschleunigen die Ausbreitung der Seuche.
Behörden informieren: Kontaktieren Sie einen Stadtjäger, die sich um das kranke Tier kümmert. Es muss in diesem Fall erlöst werden.
Achten Sie bei Totfunden auf Hygiene! Handschuhe beim Anfassen sind Pflicht.
Nach Rücksprache mit der Gemeinde/Stadtjäger wird das Tier über die Tierkadaversammelstelle entsorgt.
Fazit für Haustierbesitzer:
Die beste Vorsorge gegen eine Übertragung auf den eigenen Vierbeiner ist ein aktueller Impfschutz. Prüfen Sie den Impfpass Ihres Hundes.
Rufen Sie mich bei Fragen gerne an!
Florian Piott
Tel: 0162-3852942
Mail: wildtiermanagement-piott@web.de












