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Wohnen, medizinische Versorgung und Begegnung unter einem Dach – neuer Standort am „Weißen Kreuz“
Nach einer mehrjährigen Planungs- und Bauphase war es nun so weit: Das neue Wohn- und Ärztehaus am „Weißen Kreuz“ in Gründelhardt wurde offiziell eingeweiht. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde die Fertigstellung des neuen Gebäudes am 3. Oktober mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste nutzten die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, sich über das Gesundheitszentrum und die weitere Entwicklung des Wohnquartiers zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die große Resonanz machte deutlich, auf welch großes Interesse der neue Standort in der Gemeinde stößt.
„Was lange währt, wird endlich gut“ – diesen Satz hatte Bürgermeister Schmidt bereits beim Rohbaufest mit Blick auf das Projekt gesagt. Bei der Einweihung konnte nun festgestellt werden: „Es ist richtig gut geworden!“.
Mit dem neuen Wohn- und Ärztehaus ist ein Gebäude entstanden, das verschiedene Bereiche miteinander verbindet: Wohnen, medizinische Versorgung und die weitere Entwicklung der Gemeinde. Insbesondere die medizinische Versorgung vor Ort spielt dabei eine wichtige Rolle.
Moderne Räume für die medizinische Versorgung
Im Gebäude stehen neue Räumlichkeiten für die hausärztliche und zahnärztliche Versorgung zur Verfügung. Das Hausarztzentrum Frankenhardt hat seine neuen Räume bereits bezogen und am 21. September den Praxisbetrieb aufgenommen. Die Zahnarztpraxis von Zahnarzt Minor wird voraussichtlich im Dezember ihren Betrieb am neuen Standort aufnehmen.
Für eine besondere Überraschung sorgte Bauträger Andreas Schumann bei seiner Ansprache: Er konnte bekannt geben, dass mit dem PHYSIOWERK von Ronja Raditsch eine Physiotherapiepraxis für das Gesundheitszentrum gewonnen werden konnte. Die Praxis wird in die Räume unterhalb der Zahnarztpraxis einziehen. Damit wird das medizinische Angebot am Standort um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt.
Für die Menschen in Frankenhardt bedeutet dies künftig kurze Wege zu wichtigen Angeboten rund um die Gesundheit. Hausarzt, Zahnarzt und Physiotherapie werden am neuen Standort eng beieinander liegen und damit eine moderne und wohnortnahe Versorgung ermöglichen.
Für die Gemeinde Frankenhardt ist die Investition in das Ärztehaus ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Ärztemangels im ländlichen Raum schafft die Gemeinde damit gute räumliche Voraussetzungen für eine zukunftsfähige ärztliche Versorgung.
Die Gemeinde hat die Investition mit einem langfristigen Blick auf die Entwicklung des Standorts getätigt. Die Ärzte tragen über ihre Mietzahlungen einen wesentlichen Teil der Finanzierungskosten. Die Firma Schumann wiederum hat als Bauträger das entsprechende Bauträgerrisiko übernommen.
Ein Projekt, das nur gemeinsam gelingen konnte
Die Entwicklung des Projekts begann bereits im Jahr 2022 mit ersten Gesprächen. Seitdem wurden zahlreiche Gespräche geführt, Planungen erstellt und Entscheidungen getroffen, bis das Vorhaben nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Bauträger Andreas Schumann blickte bei der Eröffnung auf die Entstehung des Projekts zurück und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Ärzteschaft und der Firma Schumann. Sein besonderer Dank galt Bürgermeister Schmidt und dem Gemeinderat. Sie hätten das Projekt mit Entschlossenheit begleitet und damit einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen medizinischen Versorgung in Frankenhardt geleistet.
Auch den Ärztinnen und Ärzten sowie ihren Teams dankte Schumann für ihre Mitarbeit bei der Planung und den Mut, sich auf den neuen Standort einzulassen. Insbesondere der Umzug des Hausarztzentrums innerhalb weniger Tage habe eine besondere organisatorische Herausforderung dargestellt. Ebenso würdigte er die Arbeit der Baufirma Schumann, der Planer, Handwerksbetriebe und aller weiteren am Bau beteiligten Partner.
Einen besonderen persönlichen Dank richtete Andreas Schumann an Bauleiter Heiko Baumann. Dieser habe sich mit großem Einsatz für die Umsetzung des Projekts eingesetzt, insbesondere in der intensiven Schlussphase die Restarbeiten begleitet und darauf geachtet, dass die Wünsche und Anliegen der künftigen Mieter berücksichtigt wurden.
Persönliche Worte zum Andenken an Frida Schumann
Einen emotionalen Moment widmete Andreas Schumann seiner im Mai dieses Jahres verstorbenen Mutter Frida Schumann. Dass sie die Eröffnung des Projekts nicht mehr selbst miterleben könne, mache die Familie traurig. Mit dem Frida-Schumann-Weg habe die Erinnerung an das ehemalige Familienoberhaupt jedoch einen festen Platz am neuen Standort erhalten. Es sei schön, dass ihr Name nun mit einem Ort verbunden sei, an dem Menschen Hilfe finden und ein Zuhause haben können. Schumann dankte in diesem Zusammenhang auch dem Gemeinderat dafür, dass die Benennung des Weges ermöglicht wurde.
Dank und Anerkennung aus der Gemeinde
Bürgermeister Schmidt dankte bei der Einweihung insbesondere der Familie Schumann und der Firma Schumann für die Planung und Umsetzung des Projekts. Ein weiterer Dank galt dem Hausarztzentrum Frankenhardt mit Herrn Dr. Schneider, Frau Dr. Schneider, Frau Ickert, Frau Dr. Sitarek und Frau Dr. Lucaciu sowie Zahnarzt Minor für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.
Auch dem Gemeinderat sprach Bürgermeister Schmidt seinen Dank aus. Für das Projekt waren wichtige und finanziell weitreichende Entscheidungen notwendig. Gemeinsam habe man damit einen Beitrag für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde geleistet.
Dr. Markus Schneider sprach ebenfalls ein Grußwort und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung des neuen Standorts. Er würdigte das neue Gebäude und die modernen und großzügig gestalteten Räumlichkeiten. Sein Dank galt insbesondere der Gemeinde Frankenhardt und der Firma Schumann für die Realisierung des Projekts. Von Seiten des Hausarztzentrums hob er zudem den großen Einsatz von Dr. Karina Sitarek und dem gesamten Praxisteam hervor, die mit viel Engagement zum erfolgreichen Umzug und zur Aufnahme des Praxisbetriebs am neuen Standort beigetragen hätten.
Festliche Einweihung mit Musik und kirchlichem Segen
Die Einweihung wurde zwischen den Redebeiträgen durch eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung begleitet. Anika Seitz sorgte mit ihren musikalischen Beiträgen für einen besonderen und festlichen Rahmen und verlieh der Veranstaltung eine persönliche Note.
Pfarrer Markus Hammer würdigte in seinem Grußwort das neue Wohn- und Ärztehaus als einen Ort der Begegnung. Hier würden Menschen nicht nur wohnen und medizinische Hilfe erhalten, sondern auch zusammenkommen und Gemeinschaft erfahren. Im Anschluss sprach er den Segen für die Menschen aus, die in dem neuen Gebäude wohnen und arbeiten, dort medizinische Hilfe suchen und ein- und ausgehen. Auch die Gäste der Einweihungsfeier wurden in den Segen einbezogen. Damit gab er der feierlichen Veranstaltung einen besonderen geistlichen Abschluss und stellte die Menschen, die diesen neuen Ort mit Leben füllen, in den Mittelpunkt.
Das „Weiße Kreuz“ wächst weiter
Mit dem Wohn- und Ärztehaus ist die Entwicklung am „Weißen Kreuz“ noch nicht abgeschlossen. Die Firma Schumann plant weitere Wohngebäude. Das Wohngebiet soll in den kommenden Jahren weiter wachsen und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Auf einer Fläche von mehr als einem Hektar sind insgesamt rund 50 Wohneinheiten vorgesehen. Geplant sind Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser sowie ein kleiner Spielplatz. Damit soll in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier entstehen, das nicht nur zusätzlichen Wohnraum schafft, sondern auch Raum für gute Nachbarschaft und Begegnung bietet. Die Wohnungen verfügen unter anderem über barrierefreie Zugänge, großzügige Balkone oder Dachterrassen und sollen Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen ansprechen.
Damit verbindet der Standort mehrere Aspekte der Gemeindeentwicklung: Es entstehen neue Wohnungen, die medizinische Versorgung erhält moderne Räumlichkeiten und mit dem weiteren Wachstum des Quartiers wird auch ein neuer Ort des Zusammenkommens geschaffen.
„Wurzeln schlagen“ in Frankenhardt
Zum Abschluss der Einweihung wurde eine besondere Variante des traditionellen Einzugsgeschenks überreicht. Statt Brot und Salz erhielt das Hausarztzentrum im Namen der Gemeinde einen Gutschein der Baumschule Keim. Der Gutschein steht symbolisch für das „Wurzeln schlagen“ in der Gemeinde. „Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Praxis an diesem neuen Standort feste und tiefe Wurzeln in unserer Gemeinschaft ausbildet und Früchte trägt“, so Bürgermeister Schmidt bei der Übergabe.
Der anschließende Tag der offenen Tür bot den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, das Gesundheitszentrum, die Wohnungen und erste Bereiche des neuen Wohnquartiers kennenzulernen. Bei Führungen durch das Ärztehaus und ein Doppelhaus konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von den neuen Räumlichkeiten und der weiteren Entwicklung des Quartiers machen.












